Forschungsprojekt zur Jugendernährung

Die Ernährungskompetenz von benachteiligten Jugendlichen erhöhen

Das Jugendalter ist eine Zeit des Umbruchs: Junge Menschen beschäftigen sich stark mit den Erwartungen an sich selbst und an die Gesellschaft. Und sie bestimmen zunehmend selbst über ihr Verhalten – auch was ihre Ernährung und ihre Gesundheit angeht. Das Bewusstsein von Jugendlichen für gesunde Ernährung ist dabei oft auch geprägt vom Bildungsstand und den Einkommensverhältnissen der Eltern.

Um den Bedürfnissen und Verhaltensweisen von Jugendlichen rund ums Essen und Körpergewicht etwas genauer auf die Spur zu kommen, führt die Berner Fachhochschule (BFH, Departement Gesundheit) ein innovatives Forschungsprojekt durch. Ziel ist es, gestützt auf die gewonnenen Erkenntnisse ein digitales Kommunikationsmittel zu entwickeln, das Jugendlichen – insbesondere solchen aus benachteiligten Verhältnissen – hilft, ihre Ernährungskompetenz zu verbessern.

Im Rahmen des Forschungsprojekts wirken sechs Jugendliche als Co-Forschende mit, um neue Erkenntnisse zum Ess- und Gesundheitsverhalten ihrer Altersgenossinnen und -genossen zu gewinnen. Das Forschungsteam, zu dem auch Mitarbeitende der offenen Jugendarbeit Bern zählen, untersucht beispielsweise, mit welchen Ernährungs- und Gesundheitsthemen sich Jugendliche im Alltag beschäftigen, wie sie für einen gesundheitsbewussten Lebensstil begeistert werden können, oder mit welchen Kommunikationsmitteln sich junge Menschen am besten erreichen lassen.

In einem ersten Schritt fotografieren die jugendlichen Forscherinnen und Forscher selber typische Situationen, die mit dem Essen oder dem Körpergewicht zusammenhängen. In Gruppendiskussionen werden daraus erste Antworten auf die Forschungsfragen abgeleitet und danach weiterbearbeitet.

Die SV Stiftung unterstützt das innovative Forschungsprojekt mit einem finanziellen Beitrag.

Weiterempfehlen